1.8 Symptome bei Säuglingen und Kleinkindern

Bei Säuglingen im Alter von drei bis vier Monaten kann der sogenannte Milchschorf (Crusta lactea, Säuglingsekzem) Anzeichen einer beginnenden atopischen Dermatitis sein. Als Milchschorf bezeichnet man nässende, mit schuppigen Krusten („von der Farbe einer über dem Feuer eingetrockneten Milch“) bedeckte Erytheme am behaarten Kopf, an der Stirn und den seitlichen Gesichtspartien. Später im ersten Lebensjahr entwickeln sich daraus nässende Erytheme mit Knötchen und Bläschen (Papulovesikel) sowie Krusten an der Streckseite der Extremitäten. Ab dem zweiten Lebensjahr tritt häufig das Eczema lexuarum auf, eine nässende Dermatitis mit Papeln und Bläschen vor allem in den Ellenbeugen und seltener in den Kniekehlen. Es kommt dann zu einem allmählichen Übergang in ein chronisches Ekzem, das durch trockene, schuppende, verdickte Herde mit einer typischen Lichenifikation (Vergröberung der Hautlinien) gekennzeichnet ist.8