1.4 Familiäre Häufung bei Neurodermitis

Atopische Erkrankungen treten familiär gehäuft auf und sind mit einer erblichen Veranlagung verbunden. Sind beide Elternteile von einer oder mehreren atopischen Erkrankungen betroffen, wird ein Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 60 bis 80 Prozent ebenfalls erkranken.5

Wie oben beschrieben, stellen Barrierefunktionsstörungen und der damit erhöhte Feuchtigkeitsverlust zentrale Punkte in der Pathogenese der Neurodermitis dar. Bei Patienten mit Neurodermitis werden häufig Veränderungen im Filaggrin-Gen nachgewiesen, die zu einer unvollständigen Ausbildung der Hautbarriere und damit zu Funktionsstörungen, wie beispielsweise einem erhöhten Wasserverlust, führen. Mutationen des Filaggrin-Gens sind daher eng mit der Entstehung der Neurodermitis assoziiert.6