Zunächst ist es wichtig, zu beurteilen, ob eine homöopathische Behandlung überhaupt in Frage kommt, d. h. ob eine Reiz- und Regulationstherapie, wie sie die Homöopathie darstellt, überhaupt angezeigt ist. Es muss kritisch beurteilt werden, in welchen Fällen chemisch- synthetische Arzneimittel in den Vordergrund treten (z. B. Fieberkrampf, schwerwiegende Infektionen) und Homöopathika nur eine begleitende Rolle spielen können (relative Indikation). Darüber hinaus gibt es Erkrankungen, die generell nicht für eine homöopathische Therapie geeignet sind (keine Indikation), z. B. Parasitenbefall, Diabetes mellitus.

Am Beispiel der Pädiatrie lässt sich die Beurteilung der homöopathischen Indikation darstellen:

▶ Akuter Infekt → mögliche Indikation

▶ Scharlach → relative Indikation

▶ Läusebefall → keine Indikation

Als Grenzen der Homöopathie (als Monotherapie) wurden außerdem die folgenden Punkte definiert:

  • Akut lebensbedrohliche Krankheit
  • Destruierende/konsumierende Krankheit
  • Toxische Belastung
  • Pharmakologische Blockierung
  • Störfelder
  • Mangelnde Compliance (Lebensführung)
  • Fehleinschätzungen seitens des Therapeuten