Die echte Tollkirsche kommt in Europa, Amerika und Asien vor und enthält typischerweise die Alkaloide Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin. Für die Herstellung homöopathischer Arzneimittel werden die frischen, blühenden ganzen Pflanzen ohne die holzigen unteren Stängelanteile am Ende der Blütezeit verwendet. Typische Potenzen sind D3, D4, D6, D8, D12 und Hochpotenzen.

Wirkungsrichtung: Entzündliche Prozesse, fieberhafte Erkrankungen, obere und untere Atemwege, Leber – Galle – Bauchspeicheldrüse, Nieren und ableitende Harnwege, Geschlechtsorgane (weibliche) und spastische Diathese (vgl. Atropinum sulfuricum)

Die Anwendungsgebiete laut Aufbereitungsmonographie sind hochfieberhafte Entzündungen der Mandeln, der Atemorgane, des Magen-Darm-Kanals, der Harn- und Geschlechtsorgane, der Hirnhäute, der Haut und der Gelenke.

Abb. 8: Atropa belladonna (Tollkirsche), © unpict/stock.adobe.com