Zu den sonstigen Vasodilatatoren gehören Minoxidil, Nitroprussidnatrium sowie Dihydralazin und Hydralazin.

Diese greifen im Allgemeinen an den kleinen Arterien und Arteriolen an und verringern dadurch den peripheren Widerstand. Manche Stoffe führen zusätzlich zu einer Erweiterung der venösen Kapazitätsgefäße.

Der Wirkmechanismus von Dihydralazin und Hydralazin ist noch weitgehend unbekannt. Nitroprussidnatrium wird in Notfällen, bei Blutdruckkrisen, eingesetzt. Der Wirkstoff setzt schnell Stickstoffmonoxid (NO) aus der glatten Muskulatur frei und führt zu einer starken Vasodilatation der Arterien und Venen. Minoxidil wirkt, indem es die Öffnungswahrscheinlichkeit der ATP-abhängigen Kaliumkanäle steigert, wodurch es zu einer Zunahme des Membranruhepotentials und zu einer Verringerung eines Einstroms von Calciumionen kommt. Dies führt zu einer Abnahme des Tonus und zur Blutdrucksenkung. Diese drei Gruppen der sonstigen Vasodilatatoren gehören zu den Reserveantihypertonika (vgl. Mutschler et al., 2013, S. 511 ff.).