Nasenpräparate werden meist in Form von Nasensprays oder -tropfen angeboten, schleimhautprotektive Mittel wie Dexpanthenol mitunter auch als Gel oder Salbe. Lösungen zum Sprühen oder Tropfen lassen sich auch bei geschwollenen Schleimhäuten gut in die Nase einbringen.

Vorteil von Nasensprays ist ihre einfache Anwendung und die gute Verteilung der feinen Tröpfchen, sodass die Schleimhaut großflächig erreicht wird. Zudem werden durch den Sprühdruck die Zugänge der Nasennebenhöhlen erreicht, womit einer Sinusitis vorgebeugt wird. Bei Kindern unter zwei Jahren sind Nasensprays allerdings kontraindiziert, da es bei ihnen zu Atemstörungen und aufgrund möglicher Überdosierungen zu gefährlichen systemischen Nebenwirkungen kommen kann. Bei Kindern unter zwei Jahren werden daher in erster Linie Tropfen angewendet, die sehr genau dosiert werden können.

Tropfen gelangen durch Neigen des Kopfes sehr gut in die Eustachische Röhre und sind damit besonders geeignet, Mittelohrentzündungen vorzubeugen. Allerdings ist die Applikation etwas schwieriger, da der Kopf nach hinten geneigt werden muss, damit die Tropfen nicht wieder aus der Nase herauslaufen. Bei zu starker Neigung können die Tropfen allerdings in den Rachen gelangen, was ein unangenehmes Brennen verursachen kann.

Die Einbringung der Tropfen erfolgt häufig mithilfe einer Pipette. Konservierungsmittelfreie Tropfen müssen allerdings aufgrund der Anforderungen an die mikrobiologische Reinheit des Inhalts in einem dichtabschließenden Behältnis geliefert werden. Diese Tropfen werden daher nicht mithilfe einer Pipette, sondern bei zurückgelegtem Kopf direkt aus dem Behältnis in die Nase geträufelt.

Hinweis: Umgekehrte Etikettierung bei Nasentropfen

Nasentropfen, die direkt aus der Flasche in die Nase geträufelt werden, werden in ähnlichen oder fast identischen Behältnissen geliefert wie Nasensprays. Aus diesem Grund kann es leicht zur Verwechslung und damit zu Anwendungsfehlern kommen. Um auf den ersten Blick klarzumachen, dass es sich um Tropfen handelt, die bei zurückgelegtem Kopf in die Nase geträufelt werden, sind einige Behältnisse für Nasentropfen mit umgekehrten Etiketten versehen. Es handelt sich dabei also nicht um eine fehlerhafte Etikettierung, sondern um eine Unterstützung zur richtigen Anwendung.