Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) und nach neueren Krankenkassendaten mit mehr als 200.000 Erkrankten in Deutschland eine der häufigsten chronischen ZNS-Erkrankungen. [1] Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die in unterschiedlichen Schweregraden zu einer Demyelinisierung der zentralen Nerven und zu axonalen Schädigungen führt. [2] Aus der Zerstörung von Gewebestrukturen im ZNS resultieren letztendlich die neurologischen Defizite.

Laut Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) werden folgende Stadien und Verläufe der Multiplen Sklerose unterschieden: [2]

  • klinisch isoliertes Syndrom (KIS, engl. CIS)
  • schubförmige MS (RRMS, „relapsing-remitting“)
  • sekundär progrediente MS (SPMS)
  • primär progrediente MS (PPMS)