4.5 Möglichkeit der Verordnung zulasten einer GKV

Eine Verordnung von Circadin® auf Kassenrezept ist grundsätzlich möglich. Dabei ist zu beachten, dass Circadin® trotz seiner Eigenschaften als Chronotherapeutikum laut Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) den Schlafmitteln bzw. Hypnotika zugeordnet wird. Damit unterliegt es einer Verordnungseinschränkung und kann ohne weitere Begründung für eine Kurzzeittherapie von bis zu vier Wochen zulasten einer GKV verordnet werden; in medizinisch begründeten Einzelfällen ist auch eine längere Behandlung möglich22 (Abb. 12).

Zu beachten ist, dass eine Packung Circadin® 30 Tabletten enthält und somit bei einer Dosierung von einer Tablette pro Tag für eine Behandlung von 30 Tagen anstelle von vier Wochen (28 Tage) ausreicht. Es wird also schon mit einer Packung der in der Anlage III als Ausnahme genannte Zeitraum überschritten.

Für den Arzt ist daher eine medizinische Begründung in der Patientenakte bereits bei der ersten Verordnung empfehlenswert. Nach vierwöchiger Behandlung und dokumentierter Pause ist eine erneute Verordnung von Circadin® zulasten einer GKV für weitere vier Wochen möglich.

Eine darüber hinausgehende Behandlungsdauer muss in jedem Fall sorgfältig medizinisch begründet werden. Falls bei einem Patienten eine Therapiepause nicht umsetzbar ist, ist eine Verordnung auf Privatrezept oft eine Variante aus der ärztlichen Praxis.

Abb. 12: Verordnungsvorgaben für Circadin®