2.4 Ausmaß von Schlafstörungen

Nach einer Erwerbstätigenbefragung (18–65 Jahre) der DAK aus dem Jahr 201612 leiden mehr als 35 Prozent der Befragten dreimal pro Woche oder häufiger unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen, bei 9,4 Prozent der Befragten kann die Screening-Diagnose Insomnie gestellt werden (Abb. 6).

Dabei ist im Vergleich zu einer Befragung von 2009 eine deutliche Zunahme von Insomnien zu beobachten (Abb. 7).

In der Befragung wurde ein Zusammenhang mit starker beruflicher Belastung, zum Beispiel durch Nachtschichten, hohen Leistungs- und Termindruck und dienstliche Erreichbarkeit auch außerhalb der Arbeitszeit, festgestellt.

Nach dieser Befragung ist ebenfalls eine Zunahme an Fehltagen aufgrund von Schlafstörungen und deren Folgen zu beobachten. Dabei ist auffällig, dass nur die wenigsten Betroffenen aufgrund ihrer Schlafstörungen einen Arzt aufsuchen und lieber in Eigenregie versuchen, die Situation zu verbessern.

Abb. 6: Betroffene von Insomnien, DAK-Erwerbstätigenbefragung 2016, N = 5.207

Abb. 7: Zunahme von Insomnien, DAK-Erwerbstätigenbefragungen 2016 (N = 3.611) und 2009 (N = 2.986), Altersgruppe 35–65 Jahre