5 Beratung in der Apotheke

Seitdem PPI rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, hat die Bedeutung der Apotheke als Anlaufstelle für Kunden mit säurebedingten Magen-Darm-Erkrankungen zugenommen. Sodbrennen, ein Leitsymptom der gastroösophagealen Refluxkrankheit, kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. PPI können hier rasch Abhilfe schaffen. Die Einnahme von PPI erfolgt allerdings häufig weit über den akuten Anlass hinaus. Untersuchungen zeigten, dass PPI in der Praxis häufig ohne entsprechende Indikation und länger als notwendig eingesetzt werden.21–22

Bei vielen Patienten mit Magen-Darm-Problemen und PPI-Langzeiteinnahme lohnt sich daher – in Absprache mit dem behandelnden Arzt – ein Hinterfragen der Indikation. In vielen Fällen kann die PPI-Dosis nach und nach reduziert und die Einnahme schließlich beendet oder nach dem tatsächlichen Bedarf (Einnahme bei Beschwerden) gestaltet werden.

PPI in der Selbstmedikation

  • Vor der Abgabe von PPI zur Selbstmedikation sollte die Indikation hinterfragt und ein Hinweis auf die empfohlene maximale Einnahmedauer von zwei Wochen gegeben werden. In diesem zeitlichen Rahmen sind Nebenwirkungen selten und meist geringfügig.
  • Wichtig ist auch die Frage nach Alarmsymptomen. Bei Schluckbeschwerden, Erbrechen von Blut, Blut im Stuhl, raschem Gewichtsverlust, Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwür in der Vorgeschichte, Leber- und Niereninsuffizienz und Fortbestehen oder Verschlechterung der Beschwerden nach 14 Tagen ist ein Arztbesuch ratsam.

Da alle PPI die Bioverfügbarkeit von Vitaminen und Mineralstoffen beeinträchtigen, können bei längerer Einnahme (drei Monate oder länger) Imbalancen im Elektrolythaushalt und ein Mangel an Mikronährstoffen entstehen.

Für Elektrolytimbalancen stellen Polymedikation und Begleiterkrankungen besondere Risikofaktoren dar. Eine Untersuchung wies beispielsweise bei 67,6 % älterer Personen, die fünf oder mehr Medikamente eingenommen haben, eine Hypomagnesiämie nach. Ein enger Zusammenhang bestand dabei zwischen niedrigen Magnesiumspiegeln und der Einnahme von PPI und Metformin.23 Eine Untersuchung an 9.818 Personen der Allgemeinbevölkerung zeigte bei Verwendern von PPI niedrigere Magnesiumwerte. Das Risiko für eine Hypomagnesiämie erhöhte sich besonders unter Einnahme von PPI zusammen mit Schleifendiuretika24. Vor allem für Patienten mit Herzerkrankungen und/oder Diabetes mellitus und ältere Menschen mit unzureichender Nährstoffversorgung stellt die langfristige Einnahme von PPI einen Risikofaktor für Elektrolytimbalancen und Mikronährstoffdefizite dar.

Insbesondere bei PPI-Langzeitanwendung ist ein Ausgleich der Nährstoffdefizite empfehlenswert. Elektrolytdefizite/ -imbalancen sowie eine unzureichende Vitaminversorgung können durch eine ergänzende bilanzierte Diät wie Tromcardin® complex ausgeglichen werden. Darüber hinaus leistet die spezifische Mikronährstoffkombination mit Magnesium, Kalium, B-Vitaminen und Coenzym Q10 einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit des Herz-Kreislauf- Systems.

Bewährte Elektrolyt-Kombination mit herzwichtigen Mikronährstoffen:

  • Magnesium und Kalium im Gleichgewicht 
  • Vitamin B12 und Folsäure schützen die Blutgefäße durch den Abbau von Homocystein
  • Vitamin B3 (Niacin) fängt freie Radikale ab und unterstützt den Energiestoffwechsel
  • Coenzym Q10 ist an der Energiegewinnung beteiligt