Atovaquon/Proguanil

Erwachsene (ab 40 kg): Je 4 Tabletten als Einzeldosis an drei aufeinanderfolgenden Tagen

Abb.: Atovaquon/Proguanil STADA®

Bei Kindern ➔ Dosierung nach Körpergewicht beachten:

Unter 11 kg Körpergewicht: Zur Sicherheit und Wirksamkeit des Kombinationsarzneimittels zur Behandlung der Malaria bei Kindern, die weniger als 11 kg wiegen, liegen keine Daten vor.

11 bis 20 kg Körpergewicht: 1 Filmtablette täglich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen

21 bis 30 kg Körpergewicht: 2 Filmtabletten täglich als Einzeldosis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen

31 bis 40 kg Körpergewicht: 3 Filmtabletten täglich als Einzeldosis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen

Mehr als 40 kg Körpergewicht: Dosierung wie für Erwachsene

Artemether/Lumefantrin

Erwachsene (ab 35 kg): 4 Tabletten als Einmaldosis initial, nach 8 Stunden weitere 4 Tabletten; dann 2 x tägl. je 4 Tabletten an Tag 2 und 3 (d. h. insgesamt 24 Tabletten)

Abb.: Artemether, Lumefantrin/Novartis

Bei Kindern ➔ Dosierung nach Körpergewicht beachten!

Chloroquin

Die Dosierung für Erwachsene ist abhängig vom jeweiligen Handelspräparat, daher sind unbedingt die Anwendungs- und Dosierungshinweise des Herstellers auf dem Beipackzettel zu beachten!

Grundsätzlich werden zu Therapiebeginn 10 mg/kg Körpergewicht Chloroquin-Base (max. 600 mg Base) empfohlen; 6 Stunden nach Therapiebeginn 5 mg/kg Körpergewicht Chloroquin-Base; 24 Stunden nach Therapiebeginn 5 mg/kg Körpergewicht Chloroquin-Base; 48 Stunden nach Therapiebeginn 5 mg/kg Körpergewicht Chloroquin-Base (max. jeweils 300 mg Base, maximale Gesamtdosis 1.500 mg Base).

Beispiel Resochin 250 mg (teilbar in 2 und 4 Teile), 63 kg schwerer Patient:

Abb.: Resochin®/Bayer Vital GmbH

Mefloquin

Aufgrund des Nebenwirkungsprofils und der vorhandenen Alternativen wird es von der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) nicht mehr zur Notfallselbsttherapie empfohlen. Eine Ausnahme bilden schwangere Reisende. Die Dosierung ist dem Beipackzettel zu entnehmen. Schwangere sollten auf Reisen in Malariagebiete verzichten. Sollte eine Reise dennoch unumgänglich sein, ist eine rechtzeitige ärztliche Beratung vor der Abreise dringend empfohlen.

Nach jeder Notfalltherapie ist ein Arztbesuch dringend notwendig, um die Wirksamkeit der Behandlung zu kontrollieren.